KUNST von Achim Ribbeck
vom 7.–9.8. – Vernissage 7.8. - 18 Uhr
AUSSTELLUNG IN DER KAPELLE UND IM SCHLOSSPARK
Wann?
Fr 07.08.2026 - 18:00 Uhr
Kassenöffnung: 17:00 Uhr
Wo?
Schlosskapelle Hof Trages
Freie Platzwahl
Freier Eintritt
Freier Eintritt
Veranstalter
Förderverein
Freunde der Sommerlichen Musiktage Hof Trages e.V.
KUNST ALS ARBEIT AN DER ENTWICKLUNG UNSERER ERLEBNISFÄHIGKEIT Seit 60 Jahren gestaltet Achim Ribbeck menschliche Figuren in Skulptur, Plastik, Grafik und Malerei. Das Werk umfasst gleichermaßen monumentale Skulptur aus Holz und Marmor, vielfach für den öffentlichen Raum, und elaborierte, feingliedrige Statuetten aus Buchsbaumholz und Bronze; Kaltnadelradierungen in Edelstahl in monochromen und vielfarbigen Druckverfahren; Malerei mit additiver Farbmischung und Tarnungswirkungen. ACHIM RIBBECK – DER ERKUNDER VON BEWEGUNG UND WAHRNEHMUNG Achim Ribbeck, geboren 1944 in Bad Kreuznach, gehört zu den profiliertesten zeitgenössischen Bildhauern und Malern im süd-westdeutschen Raum. Seit mehr als fünf Jahrzehnten arbeitet er als freiberuflicher Künstler in seinem Atelier im rheinhessischen Dorn-Dürkheim sowie in Frankfurt am Main. WERDEGANG UND MEILENSTEINE Ausbildung: Studium der Grafik an der Werkkunstschule Mainz (1962–1966), gefolgt von einem Studium der Kunstpädagogik und Kunstgeschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (1970–1976). Lehre & Auszeichnungen: Nach einem Lehrauftrag für Zeichnen an der Universität Mainz erhielt er 1978 den begehrten Förderpreis für Bildhauerei des Landes Rheinland-Pfalz sowie 1980 ein Arbeitsstipendium in Paris. Zuletzt wurde er mit dem Kunstpreis der Ike und Berthold Roland-Stiftung geehrt. Öffentlicher Raum: Ribbeck hat bis heute zahlreiche Groß-Skulpturen im öffentlichen Raum realisiert, unter anderem in Bad Kreuznach, Kirn und Kirchheimbolanden. Im Jahr 2025 erschien sein umfassender, vielbeachteter Bildband „Körperschicksale“ im Nünnerich-Asmus Verlag. DIE KUNST STEHT NIE STILL Das zentrale Leitmotiv in Ribbecks Schaffen ist die Erkundung der menschlichen Erlebnisfähigkeit durch Körper und Bewegung. Seine Skulpturen sind niemals statisch. Sie scheinen der Schwerkraft zu trotzen, stehen Kopf, schweben oder winden sich in organischen Formen. Dabei geht Ribbeck eine intensive Partnerschaft mit dem Material ein. Ob Strandholz, feine Elsbeere, massiver Sandstein oder kühler Marmor – der Künstler hört auf die Vorgaben der Natur. So lässt er sich von verwachsenen Kirschbaumwurzeln zu tänzerischen Figuren inspirieren. Seine Arbeitsweise ist von unendlicher Geduld geprägt: Bis eine Skulptur oder ein Ölgemälde fertiggestellt ist, durchläuft das Werk oft mehrere Zwischenstadien, in denen Gliedmaßen abgesägt, neu geformt und wieder eingefügt werden, um die perfekte Dynamik einzufangen. In seiner Malerei setzt sich Ribbeck intensiv mit wissenschaftlichen Farbwahrnehmungstheorien auseinander. Seine Bilder bilden kein reales Abbild der Welt, sondern untersuchen, wie unser Auge Licht, Raum und Farben verarbeitet. Auf Hof Trages lädt Achim Ribbeck die Gäste dazu ein, sich im Zusammenspiel mit der Musik auf diese visuellen Wahrnehmungsexperimente einzulassen. Bild oben: "Windstoß", Konkav-Tiefenrelief. Zwei Ansichten des selben Reliefs ©ARibbeck Bild links: "Per mano", Bronze nach Buchsbaum, 2013 ©ARibbeck *) ANMERKUNG DER REDAKTION Lesen Sie dazu einen Auszug aus dem Buch KÖRPERSCHICKSALE von Achim Ribbeck - herausgegeben von der BERNHARDT-Stiftung, erschienen im Nünnerich-Asmus-Verlag & Media GmbH, Oppenheim am Rhein – ISBN 978-3-96176-300-9 – 30,00 Euro