Die Kapelle - Erinnerung an Kunigunde von Savigny

In der Schlosskapelle werden alljährlich drei Konzerte angeboten, die leider sehr schnell ausverkauft sind, da die Kapelle nur 80 Sitzplätze bietet.

Erbaut wurde die Kapelle im Jahre 1866 vom Kölner Dombaumeister Vinzenz Statz; in Auftrag gegeben von Kunigunde von Savigny, der Frau des berühmten Juristen Friedrich Karl von Savigny. Kunigunde von Savigny (8.7.1780 - 17.5.1863), genannt Gundel und Gunda, war eine der Töchter des wohlhabenden Frankfurter Kaufmanns Peter Anton Brentano aus dem Hause Brentano di Tremezzo. Ihr Vater hatte insgesamt 20 Kinder aus drei Ehen, wobei Gunda aus der zweiten Ehe mit Maximiliane von La Roche stammt. Von ihrer Mutter schwärmte selbst Goethe nachhaltig. Ihre Großmutter Sophie von La Roche war eine bekannte Schriftstellerin und die erste Verlegerin ihrer Zeit. Sie brachte eine Zeitschrift für Frauen und Mädchen heraus. Ihren Lebensabend verbrachte sie in Offenbach, wo man ihr heute noch nachspüren kann.

Nach dem frühen Tod ihrer Mutter Maximiliane wuchsen die Geschwister getrennt voneinander auf. 1794 kam Gunda als 15-jährige mit drei ihrer Schwestern (Bettina, Lulu und Meline) in das Kloster der Ursulinen nach Fritzlar. Bereits zwei Jahre später kehrte Gunda nach Frankfurt zurück. Am 17. April 1804 heiratete sie den berühmten und vermögenden Juristen Friedrich Karl von Savigny. Von ihrer Mitarbeit an den wissenschaftlichen Werken Savignys zeugen die Materialsammlungen und Abschriften im handschriftlichen Nachlass.